Am 4. Juli 2025 wurde auf dem Dach des Seniorenzentrums St. Martin des Caritasverbandes für den Landkreis Main-Spessart e. V. ein neues Bürgersonnenkraftwerk feierlich eingeweiht. In Zusammenarbeit mit Karl-Heinz Konrad von der Sonneninitiative Bayern entstand eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 190 kWp und 423 Modulen auf über 1.000 m² Dachfläche.

Bürgerbeteiligung macht’s möglich

Das Besondere an diesem Projekt: Es basiert auf dem Konzept der Bürgersonnenkraftwerke. Bürgerinnen und Bürger aus der Region konnten sich finanziell an der PV-Anlage beteiligen. Die Caritas stellte die Dachflächen zur Verfügung, Konrad übernahm Projektierung, Finanzierung und Betrieb der Anlage. So bleibt die Wertschöpfung in der Region, und die Bürgerinnen und Bürger profitieren direkt von ihrer Investition.

Symbolische Inbetriebnahme und gemeinsames Engagement

Zur symbolischen Inbetriebnahme trafen sich Karl-Heinz Konrad, Caritas-Vorstand Florian Schüßler und Mathilde Lembach vom AWO-Jugendzentrum und verbanden symbolisch die Stromkabel. Auch das AWO-Jugendzentrum hatte bereits ein ähnliches Projekt umgesetzt.

Florian Schüßler betonte die Bedeutung der neuen PV-Anlage:
„Wir rechnen damit, mindestens 70 % unseres Strombedarfs mit der neuen Anlage decken zu können. Gerade für Einrichtungen wie Küche und Wäscherei mit hohem Energiebedarf ist das ein echter Vorteil.“

Zahlen und Fakten

  • Dachfläche: ca. 1.000 m²

  • Leistung: 190 kWp

  • Module: 423 Stück

  • Inbetriebnahme: Mai 2025

  • Zusätzlich: 50 kWh-Stromspeicher für Eigenverbrauchsoptimierung

  • Jährliche Stromproduktion: ca. 150.000 kWh

  • CO₂-Einsparung: ca. 103,5 Tonnen pro Jahr

Die Umsetzung erfolgte schnell: Vom Vertragsabschluss im Oktober 2024 bis zur Inbetriebnahme vergingen nur wenige Monate. Unterstützung kam auch von der Energieversorgung Lohr-Karlstadt.

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit

Die Caritas betreibt bereits ein eigenes Blockheizkraftwerk. Die neue PV-Anlage wurde optimal in das bestehende Energiekonzept integriert. Mathilde Lembach betonte: „Es zeigt, was möglich ist, wenn Bürger, soziale Träger und Energieexperten zusammenarbeiten.“

Sie möchten auch ein Bürgersonnenkraftwerk auf Ihrer Liegenschaft?

Wir beraten Städte, Gemeinden und Landkreise gerne persönlich, wie auch bei Ihnen ein solches Projekt entstehen kann. Mit direkter Bürgerbeteiligung, ohne Aufwand für die Dachgeber und mit nachhaltigem Mehrwert für die Region.

→ Jetzt Kontaktformular ausfüllen und mehr erfahren!